Coronavirus – Patientenhinweise

Egal ob in Radio, TV, Internet oder beim Small Talk mit Kollegen: Der Coronavirus ist aktuell omnipräsent. Es ist ein ernstes Thema, aber es besteht keine Notwendigkeit zu Panik. Auch Hamsterkäufe von Nahrung und das Horten von Desinfektionsmaterial bzw. Atemschutzmasken sind übertriebene Reaktionen.

Auf dieser Seite beantworten wir Ihnen Fragen rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 und der vom Virus ausgelösten lungenentzündungsähnlichen Erkrankung COVID-19 mit Wissensstand 17. März 2020.
Das ist wichtig, weil sich fast täglich neue Erkenntnisse ergeben und andere hinfällig machen. Darum bieten wir Ihnen an dieser Stelle auch weiterführende Links mit detaillierteren, tagesaktuellen Informationen.
Die Auskünfte hier werden wir periodisch aktualisieren und dem dynamischen Geschehen anpassen.

Wie gross ist die Gefahr einer Ansteckung?

Stand 06. März 0:00 Uhr waren 24974 SARS-CoV-2-Infektion in Bayern bestätigt. Deutschlandweit sind 95391 infizierte Personen bekannt, 1434 Menschen sind an den Folgen von COVID-19 verstorben. Geschätzt mindestens 28700 Personen haben sich mittlerweile von ihrer Infektion erholt.
Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern an COVID-19 zu erkranken wird vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als „hoch“ eingestuft.
Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region und ist in „besonders betroffenen Gebieten“ sogar sehr hoch. Aschaffenburg zählt nicht zu diesen Gebieten.
> Aktuelle Risikoregionen

Prinzipiell kann das Virus über Tröpfcheninfektion z.B. beim Husten oder Niesen einer infektiösen Person oder per Schmierinfektion z.B. beim Händeschütteln mit einer anderen Person und anschliessendem Griff ins eigene Gesicht übertragen werden.
Eine aktuelle Grippeimpfung hilft nicht direkt gegen diese Gefahr. Senioren über 70 Jahren und Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen empfiehlt das Robert Koch-Institut eine Pneumokokken-Impfung. Damit lässt sich die Gefahr mindern durch SARS-Cov-2 eine schwere Lungenentzündung zu bekommen.
> Tagesaktuelle Fallzahlen
> Visualisierte Zahlen / 2

Wie soll ich mich aktuell in der Öffentlichkeit verhalten?

Reduzieren Sie den Kontakt mit Mitmenschen auf das nötigste. Vermeiden Sie Veranstaltungen, die nicht zwingend notwendig sind. Dadurch helfen Sie die Zahl der Covid-19 Fälle so niedrig zu halten, dass unser Gesundheitssystem mit den Folgen der Pandemie zurechtkommen kann und nicht überlastet wird.

Einfache Verhaltensweisen machen bereits einen grossen Unterschied:

  • Abstand zu anderen halten, auf Handschlag und Umarmungen verzichten
  • Häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife (5-10x pro Tag, mindestens 20 Sekunden lang)
  • Vermeiden Sie sich selbst ins Gesicht zu greifen
  • Husten und Niesen nur in die eigene Armbeuge, dabei von anderen Personen abwenden

> Merkblatt des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege

Wie erkenne ich eine Coronavirusinfektion?

Die Erkrankung mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 verläuft in den meisten Fällen als grippaler Infekt und ist von einem Schnupfen oder einer echten Grippe (Influenza) kaum unterscheidbar.
Sollten Sie Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, eventuell auch Schnupfen oder Durchfall entwickeln UND innerhalb der letzten 14 Tage in einer der Risikoregionen unterwegs gewesen sein ODER in diesem Zeitraum Kontakt mit einer positiv getesteten Person Umgang gehabt haben, sind alle Kriterien für einen Test auf eine SARS-CoV-2-Infektion erfüllt. 
Wichtig: Bleiben Sie ruhig. Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 im Raum Aschaffenburg ist derzeit relativ unwahrscheinlich.
> Aktuelle Risikoregionen

Was unternehme ich, wenn ich glaube infiziert zu sein?

Rufen sie bei uns in der Praxis an. Kommen Sie aber auf keinen Fall ohne vorherige Absprache vorbei. Dann nämlich könnten Sie unsere Praxis kontaminieren und für bis zu 2 Wochen lahmlegen.

Am Wochenende und in der Nacht sollte die Hotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes Telefon 116 117 kontaktiert werden. Das Klinikum Aschaffenburg-Alzenau hat unter 06021 32 32 32 eine Ausweichnummer eingerichtet.

Wo finde ich weiterführende Informationen?

Zuverlässige, tagesaktuelle Fragen und entsprechende Antworten finden sich auf den Seiten des Robert Koch-Instituts.
Für den Raum Aschaffenburg interessante Aspekte veröffentlicht das Klinikum Aschaffenburg. Überregional informiert der Infektionsmonitor Bayern.
Eine animierte Veranschaulichung des Infektionsverkaufs bei verschiedenen Eindämmungsszenarien zeigt die Washington Post.

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